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Wohnzimmer Modern Klein

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Der TV-Moderator Stefan Gödde hat seine Erlebnisse in Jerusalem in einem neuen Reiseführer veröffentlicht. Was die Stadt mit ihm gemacht hat und warum er seine Bucherlöse an die Dormitio-Abtei spendet, erzählt er im Interview.

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DOMRADIO.DE: Sie sind nicht nur leidenschaftlicher Jerusalem-Reisender, sondern haben Ihre Erfahrungen jetzt auch in Ihr Buch “Nice to meet you, Jerusalem” gepackt. Es gibt einen schönen Satz über die Stadt: “Du kehrst aus Jerusalem nicht als der Mensch zurück, als der du hingegangen bist.” Können Sie das bestätigen?

Stefan Gödde (TV-Moderator, unter anderem von “Galileo” bei ProSieben): Unbedingt. Ich glaube, jeder, der mal da war, wird mir recht geben. In dieser Stadt gibt es eine ganz besondere Energie. Es ist ein unfassbar intensiver Mix von Kulturen, Nationen, Weltanschauungen. Das ist wie ein kleiner Mikrokosmos. Wenn man zum Beispiel auf der fantastischen Dachterrasse des Österreichischen Pilgerhospizes steht, sieht man auf der einen Seite den Felsendom, man erahnt dahinter die Klagemauer, dann sieht man die Grabeskirche, die heiligste Kirche der Christenheit. Das alles ist in Gehweite.

Wenn dann die Sonne untergeht oder sie untergegangen ist, fangen die Muezzin dieser Stadt zu singen an und rufen die Muslime in der Stadt zum Gebet. Da liegt so eine unfassbare Energie über den Dächern. Das kann ich jedem nur empfehlen und ich glaube, man geht verändert aus dieser Stadt wieder raus.

DOMRADIO.DE: Wenn man in Jerusalem ankommt, merkt man, dass diese ganzen Bilder, die man von der Stadt kennt, real sind, dass das eine echte Stadt ist.

Gödde: Wenn man am Damaskustor reingeht, kann man sich einfach hinstellen und fünf Minuten oder fünf Stunden zugucken. Es passiert so unglaublich viel. Auf der einen Seite gibt es zum Beispiel die orthodoxen Juden, die zur Klagemauer wollen und aus ihrem orthodoxen Wohnviertel kommen. Der kürzeste Weg führt durch das muslimische Viertel. Eigentlich wollen die da gar nicht durchgehen und halten sich manchmal wie Scheuklappen die Hände rechts und links neben die Augen. Nicht sehen, nicht gesehen werden.

Gleichzeitig sieht man dann russisch-orthodoxe, voll verschleierte Nonnen, die mit ihren Einkaufstüten durchs Viertel gehen, zwischendurch noch europäische Touristen, die fotografierend durchlaufen. Dieser Mix an Menschen ist so einmalig. Ich glaube, das gibt es nirgendwo auf der Welt. Das Ganze kann man in dem Augenblick gar nicht richtig fassen. Das muss man später nochmal richtig reflektieren.

DOMRADIO.DE: Trotz aller religiösen Konflikte, die es dort gibt, muss man bedenken, dass es zu 99 Prozent der Zeit klappt, dass so unterschiedliche Menschen auf so engem Raum zusammenzuleben.

Gödde: Unbedingt. Die meisten von uns kennen Jerusalem und kennen das Heilige Land eigentlich nur aus den Nachrichten. Dann geht es meistens um Konflikte. Insofern habe ich das Buch auch deshalb geschrieben, um den Menschen die Angst zu nehmen, dahin zu reisen. Bei der Frankfurter Buchmesse habe ich mein Buch vorgestellt und ein paar Exemplare signiert. Menschen kamen und haben gesagt: Meine Güte, ich freue mich so darauf. Mein ganzes Leben wollte ich mal dahin und habe mich nie getraut. Und jetzt haben Sie dieses Buch geschrieben.

In dem Buch geht es um meine persönlichen Tipps. Es ist kein vollumfängliche Reiseführer. Es gibt alle notwendigen Informationen für Jerusalem. Es sind vor allen Dingen meine persönlichen Geschichten, das, was ich meinen Freunden, Bekannten, meiner Familie persönlich empfehle. Mein Ziel ist es, den Menschen die Angst zu nehmen, weil man sehr gut und auch sicher nach Jerusalem reisen kann. Das sollte jeder mal im Leben gemacht haben.

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DOMRADIO.DE: Das sagen auch im Prinzip alle, die einmal da gewesen sind. Die Ängste, die Menschen von außerhalb haben, kann man im Land selbst nicht nachvollziehen.

Gödde: Mein Buch ist auch ein Reisebericht für alle, die schon mal da waren, aber an manchen Geschichten einfach vorbeilaufen. Zum Beispiel laufen viele Menschen in die Grabeskirche, die für die Christen die heiligste Kirche überhaupt ist, wo Jesus Christus gekreuzigt, gestorben und von den Toten auferstanden sein soll, weil unterhalb dieses Kirchendaches Golgatha ist, der Felsen, auf dem das Kreuz stand. In einer kleinen Kapelle innerhalb der großen Kirche befindet sich die Grabhöhle, wo man den Leichnam Jesu hingelegt hat.

Weil alle die Wichtigkeit dieses Ortes spüren, kommen Pilger, aber auch wahnsinnig viele Touristen aus der ganzen Welt. Wenn man zur Hauptreisezeit dorthin kommt, dann ist da ein Geschiebe und Gedränge, und es ist laut. Also ich persönlich finde, dass es den Ort fast schon ein bisschen entweiht, weil die Menschen mit Selfie-Stick durchlaufen. Die Atmosphäre ähnelt tendenziell eher der auf einem Jahrmarkt als der an einem heiligen Ort.

Man kann aber einfach zu den Franziskanern gehen. In der Kirche sind sechs christliche Konfessionen vertreten und die Franziskaner kann man fragen, ob man mal in der Nacht bleiben darf. Und dann wird man – es kommt auf die Jahreszeit an – von 19:30 Uhr abends bis morgens um 4:30 Uhr eingeschlossen. In der Nacht gibt es Rituale, Liturgien, alles das, was tagsüber wegen der vielen Touristen und Pilger nicht stattfinden kann. Das bedeutet, es wird um 19:30 Uhr abgeschlossen. Dann wird eine halbe Stunde lang geputzt, Öllampen aufgefüllt, ein bisschen Wachs weggekratzt, danach wird es ruhig.

Diese Zeit darf man nutzen, um ganz alleine zum Beispiel vor dem Kreuz zu sein oder ganz alleine im Grab zu sein, wo man tagsüber fünf Sekunden hat, bevor man da hinausgefegt wird. Das nachts zu erleben, verändert jeden, der mal da war. Wenn ich da bin, denke ich, mein Gehirn ist einfach viel zu klein, um das zu begreifen. Auf der einen Seite hat das eine sehr spirituelle und religiöse Komponente. Auf der anderen Seite ist das auch für alle, die nicht gläubig sind, ein spezieller Ort, weil das, was da im Heiligen Land passiert ist, unsere Welt und Zeitrechnung verändert hat.

Wir befinden uns im Jahr 2019 nach Christus, der genau da gestorben sein soll. Kultur, Kunst, all das wurde durch diesen Ort geprägt. Die Welt hat sich durch diesen Ort verändert. Und da ist man dann nachts ganz allein. Das kann jeder erleben. Man muss einfach nur wissen, an welche Tür man klopfen muss und die Franziskaner fragen.

DOMRADIO.DE: Ihren Anteil am Erlös des Buches “Nice to meet you, Jerusalem” spenden Sie der Benediktinerabtei Dormitio. Warum?

Gödde: Jerusalem hat mir so viel gegeben, dass ich dachte, ich muss unbedingt auch mal etwas zurückgeben, und das bot sich hier an. Die Benediktinermönche auf dem Zionsberg haben eine fantastische Weihnachtsaktion mit dem Titel “Ich trage deinen Namen in der heiligen Nacht nach Bethlehem”. Das machen sie in jeder heiligen Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Man kann ihnen Namen schicken, die auf eine große Namensrolle geschrieben werden.

Im letzten Jahr waren es mehr als 72.000 Namen aus der ganzen Welt. Diese Rolle wird in der Benediktinerabtei Dormitio gesegnet. Nachts gehen sie zwölf Kilometer zu Fuß nach Bethlehem. Unterwegs machen sie fünfmal Station und beten für die Menschen, deren Namen auf dieser Rolle stehen und legen diese Rolle dann auf den Geburtsort Jesu. In der Geburtsbasilika in Bethlehem gibt es einen Silberstern mit Zacken. Da legen sie die Rolle darauf. Das ist kostenlos.

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Die Mönche freuen sich aber auch über Spenden. Dieses Spendengeld geht an karitative Zwecke für bedürftige Menschen in Jerusalem. Die Mönche fragen nicht, ob das Christen, Muslime oder Juden sind. Da wird einfach geholfen. Und ein Großteil des Geldes fließt auch nach Palästina, nach Bethlehem. Da haben sie im vergangenen Jahr sieben Projekte unterstützt wie zum Beispiel Programme für Menschen mit Behinderung. Jeder, der die Möchen unterstützen möchte, kann das auch von Deutschland aus tun.

DOMRADIO.DE: Sie waren unter anderem auch bei einem Sabbat-Dinner in einer orthodoxen jüdischen Familie dabei. Wie ist das zustande gekommen?

Gödde: Es war ein großer Zufall, dass ich bei einem Rabbi gelandet bin. Er bezeichnet sich als modern-orthodoxen Rabbi. Er macht das Gleiche, was ein orthodoxer oder ultraorthodoxe Rabbi machen würde. Aber er ist dem Leben mehr zugewandt und zur Welt hin mehr geöffnet. Es gibt eine Möglichkeit, an so einem Sabbat-Dinner teilzunehmen, in dem man sich online bei der Organisation Shabbat of Lifetime meldet. Man bezahlt ein bisschen Geld für das Essen und dann darf man mit einer Familie so ein Sabbat-Dinner erleben.

Ich wurde per Zufall zu diesem modern-orthodoxen Rabbi, seiner Frau und deren acht Kindern geschickt. Und es waren an diesem Abend auch 20 christliche amerikanische Studenten dabei. Wir alle saßen in diesem Wohnzimmer. Das war schon sehr kuschelig, aber es war ein unfassbares Erlebnis, diese alten Rituale mitzuerleben. Zum Beispiel, dass man sich vor dem Essen die Hände reinigt und eine der Töchter dabei hebräische Wörter spricht. Nach dem Händewaschen spricht man nicht mehr, bis der Rabbi das Brot bricht. Für mich ein emotionaler Höhepunkt.

Der Rabbi und seine Frau segnen nacheinander ihre Kinder. Das machen sie an jedem Freitagabend und zwar in der Reihenfolge der Geburt. Der Rabbi legt ganz sanft seine beiden Hände auf den Kopf des Kindes, geht mit seinem Mund ganz nah heran und spricht Segensworte – unter anderem den aaronitischen Segen. Das ist einer der ältesten Segen nicht nur im Judentum, sondern auch im Christentum. Vor ein paar Jahrzehnten hat man bei Ausgrabungen in Jerusalem kleine Silberrollen und darauf genau diesen Text gefunden. Und genau diese Segensworte, die schon vor tausenden Jahren gesprochen wurden, sprechen sie heute noch. Da dabei sein zu dürfen, ist wirklich sehr emotional.

DOMRADIO.DE: Und Sie haben sich tätowieren lassen.

Gödde: Es gibt eine Familie von koptischen Christen, die das seit dem Jahr 1300, also seit mehr als 700 Jahren, ununterbrochen machen, aktuell in der 27. Generation. Sie haben alte Olivenholzstempel. Der älteste Stempel, der immer vom Vater zum Sohn weitervererbt wurde, ist 500 Jahre alt. Es ist ein Jerusalem-Kreuz und das hab ich mir auf den Arm tätowieren lassen. Das tat weh. Es gibt auch weniger schmerzhafte Stellen.

Aber das Besondere daran ist, dass man sich quasi in diese Tradition einreiht. Es ist nicht nur ein Körperschmuck, den man überall bekommen kann. Man könnte sich auch das Motiv überall stechen lassen. Aber dieses Spezifische von diesem einen Olivenholzstempel gibt es halt nur da.

DOMRADIO.DE: Man kennt Sie aus dem Fernsehen, unter anderem aus der ProSieben Sendung “Galileo” und weiß, dass Sie sich mit Wissen und Bildung beschäftigen. Dass Sie religiös oder katholisch sind, ist weniger bekannt. Woher kommt diese Religiosität?

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Gödde: Menschen fragen mich immer: Warum schreibst du eigentlich über Jerusalem? Bist du Jude? Und dann sage ich, ich bin gläubiger Katholik – von Herzen gerne. Der Zusammenhang mit Jerusalem ist so entstanden, dass ich als junger Mensch in einem Ferienlager in Amerika war und dort Kinder betreut habe. Das war ein jüdisches Ferienlager. Da habe ich viele Freunde aus Israel kennengelernt und habe sie danach immer wieder besucht. Dabei habe mich in Jerusalem verliebt.

Ich bin klassisch katholisch sozialisiert worden, bin in Paderborn geboren, dann im Sauerland aufgewachsen. Meine Großmutter mütterlicherseits war vermutlich die gläubigste Katholikin, die fleißigste Beterin, die diesen Erdball jemals betreten hat. Insofern hab ich da schon sehr viel familiär mitbekommen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass die Religion später während des Studiums und im Beruf nicht mehr so eine große Rolle gespielt hat.

Während meines Zivildienstes in einem Altenheim habe ich auch Menschen in den Tod begleitet, was ich als sehr wertvoll empfand. Vor zehn Jahren, da war ich Anfang dreißig, hatte ich eine Dissektion, das heißt, eine Ader reißt ein, was bei mir im Kopf passierte. Es ist alles gut gegangen, aber es war ein Schreck und ich habe gedacht: Es hätte auch vorbei sein können. Und manchmal braucht es vielleicht auch solche Augenblicke, um sich nochmal Gedanken darüber zu machen, dass das Leben nicht unendlich ist. Es war ein Impuls für mich darüber nachzudenken, was kommt danach? Kommt da was?

Jerusalem hat mir auch nochmal insofern einen Impuls gegeben, als ich gesehen habe: Ich bin zwar katholisch sozialisiert, aber es gibt natürlich auch andere Konfessionen und Religionen. Und wenn die in Konkurrenz stehen, macht man sich über seine eigene Religion einfach auch mehr Gedanken. Das hat mir auch sehr geholfen. Deswegen muss ich sagen: Nach Jerusalem zu gehen ist wunderschön, weil es eine tolle Stadt ist. Es ist wahnsinnig spannend und interessant. Auf der anderen Seite ist es für die eigene Spiritualität, für den religiösen Weg und für das eigene Leben und die Reifung sehr wichtig.

DOMRADIO.DE: Ist das Katholisch sein etwas, was Sie von Kindheit an in sich drin hatten?

Gödde: Für mich ist es schon wichtig zu wissen, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Und daran glaube ich. Das ist auch ein großer Trost. Das kann man auch zuhause erleben. Aber mal in Israel zu sein, im Heiligen Land und sozusagen auf den Spuren Jesu zu wandeln und sich anzugucken, wie es vor Ort aussieht, wie Jesus damals gelebt hat, hilft, das eigene Weltbild zurechtzurücken.

Oder der Kreuzweg durch die Altstadt von Jerusalem. Für uns ist das mit ehrfürchtigen Vorstellungen verbunden, aber wenn man vor Ort ist und sich das anguckt, ist das wie ein arabischer Markt: Quirlig, laut, bunt und nicht so, wie wir es uns vorstellen. Deswegen finde ich es gut, nach Jerusalem zu fahren, um das eigene Bild mit dem abzugleichen, wie es vor Ort ist. Das kann ich nur jedem empfehlen.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

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